Folge 17 - Vater sein

Shownotes

Und hier die Links zu den Büchern von Christian Busemann: Das Vater-Buch: "Papa To Go" - https://shorturl.at/hAGBh Das aktuelle Buch über seine Glaubensreise: "Jesus, ich und mein verrücktes heiliges Jahr" - https://shorturl.at/UCaMd

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00:00:00: Ich bin Vater, hatte aber kein.

00:00:03: Mein Podcast-Partner ist kein biologischer Vater wird aber von allen Pater genannt und über uns steht Gott der Vater!

00:00:12: Wie baut man sich ein Vaterbild wenn die Blaupause fehlt?

00:00:15: Darüber reden wir heute bei Zeiten des Awartments – und zwar jetzt.

00:00:24: Hallo, mein Name ist Pater Christian Modemann.

00:00:26: Ich bin Jesuit Priester-Lehrer hier in Hamburg

00:00:29: und ich bin Christian Bußenmann, Journalist, Autor fürs Fernsehen und wir sprechen wie immer über Dlaumsteam ausgehen von unseren eigenen Erfahrungen oder auch Fragen die uns in unserem Alltag begegnen.

00:00:38: Und bevor wir loslegen wird erstmal wieder zusammen gebetet.

00:00:42: es gibt ein Gebet das Christian rausgesucht hat was auch zum Thema passt gerne mit beten

00:00:47: im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Amen!

00:00:51: Strahlender Gott.

00:00:53: Ich habe die Arme erhoben, die Augen weit geöffnet.

00:00:57: Die Brust gereckt, den Mund zu einem Lächeln geöffnete und die Stirn zum Himmel gerichtet.

00:01:03: Ich schaue, ich warte, ich lausche.

00:01:06: In den Adern ist nicht Blut.

00:01:08: was dann

00:01:09: Freude.".

00:01:10: Amen.

00:01:13: Es ist schön!

00:01:14: Ich hatte sofort ein Bild und dann endet es mit Freude

00:01:18: durch Korczak.

00:01:19: Ein großer Pädagoge der sich viel mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

00:01:24: Wie Kinder, wie Eltern, wie Menschen miteinander groß werden können.

00:01:30: Ist aber nicht nur für Kinder jetzt gedacht oder?

00:01:31: Nein ich

00:01:32: glaube nicht.

00:01:32: nein es ist finde ich überhaupt eine Haltung des Betens das sich ausrichtend für Kinder und Erwachsene.

00:01:39: Ja wir reden über das Vatersein.

00:01:43: Das habe mich ja damals überrascht als du das geschrieben hast.

00:01:45: Mensch lass uns mal über das Vater sein sprechen.

00:01:48: Du hast auch ein Buch drüber geschrieben.

00:01:51: Ich habe ein Buch drüber geschrieben und du hast geschrieben, du hast auch einen Buch drüber geschrieben.

00:01:55: Lass es das mal zum Thema machen!

00:01:56: Wieso ist das so ein Thema für dich?

00:01:59: Also ich bin jetzt ja über fünfzig, bin eben kein Vater geworden aber heiße Pater und viele Leute stolpern darüber wenn sie mich anreden wie sollen wir sie denn anrednen oder fragen oder reden mit Herrn Modemann an oder so... Das ist alles in Ordnung, ich lege da nicht Wert auf diesen Titel.

00:02:18: Aber gleichzeitig ist es natürlich eine Frage im Leben, wo kann ich auch was weitergeben?

00:02:23: Wo kann ich Leben schenken, Leben weiter geben.

00:02:26: Ich glaube dass das ganz zentral ist und je älter wer wer nicht weiß es nicht.

00:02:31: aber die frage woes leben und wo kann sich auch dem lebendienen?

00:02:35: Und da ist natürlich diese frage Was mache ich wenn ich Priester bin und eben nicht verheiratet bin sondern in einer Ordensgemeinschaft wird glaube ich gerade in so einem Alter, wo ich jetzt nicht ... also Nichten habe ich keine Neffen.

00:02:47: Aber die sind in der Schule und freien Erstkomunion oder gehen jetzt auf die weiterführende Schule usw.

00:02:54: Das begleite ich ein bisschen aus der Entfernung oder freue mich an Kindern von Familien, die ich kenne, die jetzt schon größer sind.

00:03:01: Und da stellt sich natürlich immer die Frage was wäre gewesen wenn es anders gewesen wäre?

00:03:06: Oder wo schenke ich auch anderen Leben weiter.

00:03:11: Das ist für mich immer wieder eine Frage.

00:03:13: und gerade weil ich eben auf dein Buch gestoßen bin, Schnellkurs für Väter... Papa to go!

00:03:20: Wie bist du auf die Idee gekommen darüber zu schreiben was Vater sein ist?

00:03:25: Also ich bin auf die idee gekommen darüber zur schreiben nach der Geburt unserer ersten Tochter.

00:03:31: Die kam ein bisschen früher, die kam drei Wochen früher Und war ein Schreikind würde man sagen.

00:03:36: Das heißt also, die hat von dem Moment an als sie auf die Welt kam bis auf ein paar kurze Pausen des Trinkens beim Stillen.

00:03:44: Hat sie geschrien und es nahm kein Ende!

00:03:47: Und wir wussten überhaupt nicht was wir machen sollten... ...und die Hebamme, die meine Frau und uns dann auch betreut hat, die besucht einen Jahr die ersten sechs Wochen, meine ich ist die Betreuung sozusagen zu Hause.. ..und die sah also wie wir von Woche zu Woche immer mehr tiefere Augenringe hatten und einfach fertig waren.

00:04:07: Und dann sagte sie auch ja, die hat dann auch beim Schreien mit dem schreienden Kind auf den Arm meinte, ihr könnt euch doch auch an die Schreiambulanz wenden.

00:04:17: Das ist dann sozusagen für euch eine psychologische Beratung, die einen dann einfach helfen, wenn es dann so richtig an die Substanz geht.

00:04:25: Und ich sage mal aus diesem Leid jetzt würde ich heutzutage das Wort nicht mehr benutzen aber damals dachte ich, dass das hier jetzt einfach... Was ist das?

00:04:33: Warum ist es so?

00:04:34: Wir haben uns doch so auf das Kind gefreut und jetzt haben wir ja eigentlich die ganze Zeit immer nur einen Schreien, ein Heulen.

00:04:40: Und wir wissen nicht damit umzugehen.

00:04:42: aus diesem Impuls heraus ist es dann sozusagen wie so'n kleiner Leitfaden entstanden.

00:04:48: Ich wollte gar nicht zu viel dazu schreiben aber ich dachte diese große Erwartung, diese große Freude, die du hast auf dem Kind, die haben ja alle wenn sie wissen, ah!

00:04:57: Ich werde jetzt Vater oder wir werden Eltern.

00:05:00: Es muss aber eben nicht unbedingt so sein, dass es gleich von Anfang an genauso ist.

00:05:04: Dass man sagt ja super funktioniert alles toll sondern es kann auch sein das es vielleicht gar nicht so ist und dass man erstmal sozusagen beide Parteien erst mal eine Eingewöhnungszeit brauchen bis man sich sozusagen gefunden hat.

00:05:18: Und das hat bei uns dann doch relativ lange gedauert.

00:05:20: Fast ein halbes Jahr gedaubert und mit sehr viel Tränen.

00:05:24: und wirklich war ich fand schon auch ein Kraftart.

00:05:27: ... die wir da am Anfang hatten, so.

00:05:29: Und aus diesem Impuls heraus ist es entstanden und das hat dann aber vor jetzt der Gedanke aufkommt oder der Eindruck entsteht... Oh Gott!

00:05:36: Das Buch handelt jetzt also nur davon dass jemand offensichtlich überfordert ist mit der Aufgabe ein Kind zu begrüßen und zu großzuziehen.

00:05:45: Nee, es ist dann sozusagen zum Ratgeber geworden für werdende Väter.

00:05:50: Also so dass man schon mal weiß okay das kommt alles auf einen zu.

00:05:54: Das kann man schon vorbereiten und also ganz praktische Sachen und genauso aber auch eben das was offen paar dann einfach zukommt.

00:06:03: Was man vorher erst einmal gar nicht auf dem Zettel hat weil denkt man ja gar nichts danach.

00:06:07: Man denkt erstmal nur darüber nach da kommt jetzt jemand und dafür richten wir das heim schon ein bisschen her und bauen wie Wikikomode auf ein kaufendes Bett oder Kinderwagen.

00:06:17: Und alles was man so Starter set und sowas, aber was es dann sozusagen im Alltag mit einem macht diese Dynamik die es dann bekommt das ist ja auch bei jedem Kind anders ist ja klar Das ist dann alles in dem Buch drin.

00:06:31: So genau das ist sozusagen bis heute irgendwie ein buch was immer noch gerne gekauft wird glaube ich verschenkt werden.

00:06:38: Das, was man oft hört von Eltern oder werdenden Eltern ist ja erstmal nur die Freude.

00:06:43: beziehungsweise wenn man dann fragt werden schöne Kinder Fotos gezeigt wird immer das positive erzählt.

00:06:49: Ist vielleicht auch gut dass man nicht gleich das negative immer weitererzählt sondern erst mal die guten Erfahrungen.

00:06:54: aber in deinem Buch wird deutlich da kann es schon auch Schwierigkeiten geben und Man muss darüber nicht schweigen, sondern das kann anderen auch helfen.

00:07:02: wenn ich das erzähle was daran auch herausfordert und schwierig war.

00:07:06: Ja das handig!

00:07:06: Und das finde ich bis heute.

00:07:07: Ich find es auch wichtig dass man sich dazu irgendwie in Feuer.

00:07:11: also wenn's die Möglichkeit gibt dass man dich da vorher schon mal drauf einstellt oder einschwingt auch als Partner finde ich das schon ganz gut.

00:07:19: Ich kenne auch viele, die dann zu mir gesagt haben ja was soll ich jetzt ein Buch vorherlesen?

00:07:23: Also das ist da auch gewatscht und werde ich dann ja sehen wie es ist.

00:07:26: Und so bin ich ja auch reingegangen in die Geburt, also in die erste Zeit.

00:07:30: Es geht mir genauso, ging mir auch genau so.

00:07:33: natürlich funktioniert es auch alles ohne Buch.

00:07:35: Das ist schon klar.

00:07:37: aber ich find' da sind schon einfach...das stellt ja das Leben eines Paares von heute auf morgen komplett auf den Kopf eine andere Qualität.

00:07:47: Es ist eine andere Intensität miteinander, man lernt seinen Partner auch noch mal von der anderen Seite logischerweise kennen, weil klar allein die Geburt ist natürlich schon ein Thema wo ich immer nur erstaunt bin ja dreimal Vater geworden und es zumindest zweimal mitverfolgen.

00:08:05: einmal war ich noch am Einparken, da konnte ich nicht dabei sein.

00:08:10: so und dann merkt man immer wie wie schwach wir Männer sind und wie stark die Frauen sind, wenn man das sieht.

00:08:17: Es ist einfach unbegreiflich also das schon beeindruckend.

00:08:22: Und allein da fing es ja schon an durch der Fahneur gedacht habe, nein was ist... Wie stark Frauen sind?

00:08:30: Dass alles so auch mit dem Körper Am Körper, das alles durchzustehen.

00:08:38: Wie oft denke ich da an den Männer schnupfen und wie oft wir uns irgendwie schlecht fühlen?

00:08:43: Und irgendwie, ah, ich kann nicht mehr!

00:08:45: Und so, dann denke ich nur an meine Frau und denk, pack mal dein Kramer in.

00:08:49: Also wenn wir hier über Väter werden reden oder Väter sein reden, ist das natürlich eine Perspektive die wir einnehmen... Weil wir jetzt beide Männer sind und ich glaube ist beiden klar, dass es auch noch eine andere Perspektive bei Eltern gibt.

00:09:02: Und das das auch gut hilft und sehr sinnvoll ist das auch zusammen.

00:09:07: Ich habe das bei vielen Freunden die tatsächlich Gott sei Dank glaub ich noch alle miteinander verheiratet sind mit der ersten Frau erlebt diese Herausforderungen der Eltern schafft nicht aufhören.

00:09:19: Also du hast in dem Buch über die ersten Monate geschrieben und hast dann noch mal auch ein anderes Buch, über die erste Jahre glaube ich.

00:09:25: aber ich erlebe jetzt gerade auch bei Freundinnen und Freunden die werdende Erwachsene also so Pubertät und danach haben dass die Herausforderungen Eltern zu sein auch Vater zu sein eben nicht aufhören das es immer wieder Grenzerfahrung gibt weil Die Welt und die Kinder, alles sich so entwickelt wie es sich halt entwickelt.

00:09:47: Das tatsächlich immer neue Herausforderungen da stehen Eltern wo die Kinder psychische Schwierigkeiten haben nicht wissen bis nach dem Abitur weitergeht tatsächlich mit ihrer Identität ringen.

00:10:00: Diese ganzen Fragen, wo ich so dachte wow also das ist ein relativ normales Elternhaus die sind behütet aufgewachsen wir haben alles bekommen was sie brauchten.

00:10:09: in ihrer Kindheit würde ich von außen sagen ja und trotzdem ist es nicht einfach so easy going sondern Da sind immer wieder Stellen sich neue Herausforderungen und ich muss an diesen blöden Spruch denken.

00:10:21: Also Vater werden ist nicht Schwervater sein dagegen sehr.

00:10:24: Und das hört, glaube ich auch nicht auf nach den ersten Jahren

00:10:28: zu den doofen Sprüchen gibt es ja noch oder sehr aus.

00:10:31: abgelaufen ist schon.

00:10:33: kleine Kinder Kleine Sorgen große Kinder große Sorgen die gibt's auch noch.

00:10:37: das nimmt sozusagen irgendwie kein Ende, es verändert sich natürlich insofern weil irgendwann sind die Kinder soweit selbstständig dass sie ihr eigenes Zeugs dann irgendwie machen und irgendwie ihren Alltag organisiert oder zumindest von uns organisiert bekommen.

00:10:55: Hast du natürlich irgendwie deine Erziehungsthemen, also sprich wie erziehst du überhaupt?

00:11:01: Oder Erziehen ist auch schon mal ein schwieriges Wort.

00:11:04: Aber wie bist Du als Eltern?

00:11:05: Du hast die Verantwortung für die Kinder!

00:11:08: Und da schwingt man sich dann ein, da hast du möglicherweise einen Vorbild als Vater gehabt.

00:11:13: oder meine Frau bei ihrer Mutter oder ihrem Vater.

00:11:16: Man folgt da ja irgendwie auch so seine eigenen Erziehungen.

00:11:20: Ja woran orientierst Du Dich?

00:11:21: Also woran Orientierst du Dich?

00:11:23: für Dein Vater sein?

00:11:24: Naja an meinem Vater konnte ich mich schlecht orientieren weil mein Vater ja so früh gestorben ist.

00:11:29: von daher habe Ich ehrlich gesagt wenig irgendwo hingeschielt Wirklich wenig, wohingeschielt und geguckt.

00:11:37: Ach so!

00:11:38: Das wäre doch jetzt mal eine Idee.

00:11:40: Ich habe natürlich viele Männerfiguren, Vaterfiguren insofern um mich herum getroffen.

00:11:46: Er hatte einen relativ starken Großvater vor Onkel mein Bruder der selber mit drei Kindern in Führung gegangen ist.

00:11:54: damals also er hatte dann schon drei Kinder als ich es mein erstes bekommen hab Und da hab' ich natürlich dann immer schon gesehen wieso der Familienalltag läuft.

00:12:03: Ja, dann für mich.

00:12:04: Ich hab da ehrlich gesagt gar nicht so richtig drüber nachgedacht welchem Prinzip ich da folge sondern eher aus dem klugen Menschenverstand heraus oder einfach aus dem wie würde ich damit umgehen und wie zeige ich jetzt meiner Tochter oder meinem Sohn?

00:12:20: Das ist in Ordnung und das ist nicht gut.

00:12:22: aber grundsätzlich bin ich eher der Typ der sagt dass was du vorlebst ist das was bei ihm ankommt und das zeigt sich, finde ich jetzt auch bei meinen Kindern.

00:12:34: Auch dass ihre Mutter genauso wie ich arbeitet und meine Töchter das für total ... es gibt es für sie gar nicht die Vorstellung, dass da eine Mutter die ganze Zeit zum Beispiel nur in Anforscherchen war aber dass sie zu Hause ist und sich kümmert.

00:12:50: Das Rollenmodell du bist in der Partnerschaft und beide gehen ihrer Arbeit nach.

00:12:56: Das ist so bei denen angekommen.

00:12:59: Am Ende spiel ich ja nichts den Kindern vor, sondern die sehen mich lachen und sie sehen mich weinen.

00:13:06: Die sehen mich gewinnen und sie sehn mich auch scheitern.

00:13:10: Und die sehen dann darin wie ich damit umgehe?

00:13:13: Und können für sich ableiten ob Sie damit ähnlich umgehen oder nicht.

00:13:18: Aber du siehst natürlich schon immer in dem ... Weil ich sehe auch die Kinder lachen, weinen, gewinnen, scheitert.

00:13:25: Dann sehe ich schon durchaus... Parallel in der Reaktion.

00:13:29: Ja,

00:13:29: also gut das geht mir ja auch so dass ich vieles denke du bist da deinem Vater in gewisser Weise auch ähnlich.

00:13:35: manches stört mich manches habe ich damals nicht gut gefunden manches entdecke ich jetzt neu manches finde ich gut.

00:13:41: Du hattest die Großeltern erwähnt dass dein Großvater für dich eine große Rolle spielte.

00:13:46: Ich glaube dass das in Vielfacherhinsicht auch ein religiöser Erziehung so ist.

00:13:51: wenn ich mit Menschen spreche, junge Erwachsene oft haben die Großeltern eine große Bedeutung.

00:13:56: Als Vorbild als Sozialisation, als Ansprechpartner auch noch mal als Ergänzung vielleicht zu den eigenen Eltern wo vielleicht junge Leute sich oft von den eigenen Eltern absetzen und dann sich nochmal den Großeldern orientieren.

00:14:10: das sind ja so Wechselspiele.

00:14:11: das ist ganz interessant und in der Erziehung sind oft auch gerade die Großmütter religiöserweise von großer Bedeitung.

00:14:19: Ja, ich kann das nur sagen.

00:14:21: Ich finde, dass Großeltern auch einfach noch mal die entspannteren sind.

00:14:25: Die stehen halt nicht so im Stress des Alltags und das muss noch gemacht werden.

00:14:30: Das muss noch gemacht werden.

00:14:31: Die haben schon den Gang raus.

00:14:33: Ich kann es jetzt nur aus der eigenen Erfahrung von einer Schwiegermutter, die dann immer noch zu uns kommt und sich um die Kinder kümmern.

00:14:41: Und bei mir war das meine Großmutter.

00:14:43: Ich habe jeden Sonntag mit der Kaffee getrunken und Kuchen gegessen.

00:14:47: Das zieht sich wirklich durch meine Kindheit jugend.

00:14:51: Jeden Sonntag da gesessen, die hat er extra immer noch Kuchen gekauft und dann haben wir dann da in Tacht.

00:14:56: daraus bin ich so eine richtige Kuchenoma geworden.

00:14:59: also das habe ich von ihr gelernt.

00:15:01: Und diese Leichtigkeit auch wenn richtig viel los ist und viel Stress die hatte immer noch immer diese Leichtigkeit so ne Freude und man auch ja das wird schon und so unbekümmert und das hab' ich total aufgesogen.

00:15:16: und deswegen finde Großeltern singen ganz stark und auch wirklich nochmal das Wohlfühlbecken statt manchmal auch gestresster Eltern.

00:15:25: Es

00:15:25: ist oft interessant, dass eben gerade wo Eltern auch fehlen dein Vater gestorben als du relativ jung warst andere dann an diese Stelle treten und diese Vaterrolle vielleicht auch ein bisschen ersetzen.

00:15:36: bei Ignatius von Loyola dem Ordensgründer der Jesuiten war es so, dass seine Mutter relativ früh gestorban ist Wohl als er kleiner Junge war.

00:15:44: Er war das Dreizente, das letzte Kind und sein Vater hat ihn dann zunächst aufgezogen, hat ihn aber bei seinem ältesten Bruder in die Familie gegeben.

00:15:54: Er ist sozusagen in der Familie seines Bruders mit seinen Nichten und Neffen aufgewachsen.

00:16:00: Und dieser Verlust eigener Eltern hat glaube ich Zeitlebens bei Ignacius eine große Rolle gespielt dass er sich dann eben andere Vorbilder suchte, sich auch natürlich von seinem Bruder abgesetzt hat und vielleicht eben auch diese religiöse Suche nochmal verstärkt hat.

00:16:18: Wo gehör ich hin?

00:16:19: Wo bin ich?

00:16:20: Was ist meine Verbundenheit zum Leben und wo kann ich auch leben weitergehen als in dieser Folge zu

00:16:26: stehen?".

00:16:26: Ja,

00:16:28: dadurch dass ich keinen Vater gehabt habe und viel von den Erinnerungen meiner Mutter ... erfahren habe und sie mir dadurch natürlich ein Bild gemacht hat, dann auch mal von den lustigen Geschichten.

00:16:40: Und natürlich war es sehr für einen Typ war.

00:16:42: Hab sowohl den Großvater gehabt, Großmutter die direkt bei uns nebenan gewohnt haben... ...und dann noch ein Bruder der sich um mich, der fünf, sechs Jahre älter ist als ich,... ...und der sich halt auch irgendwie total um mich gekümmert hat das muss ich sagen.

00:16:56: Also ist auch heute irgendwie immer noch so eine starke Bindung dadurch dass er... auch wirklich mal vorangegangen ist und der hat sich auch gekümmert.

00:17:04: Und er hat dann nur festgestellt, es kriegt da das im Mathe nicht hin.

00:17:07: Dann setze ich mich dahin und lerne ich noch mit dem, auch weil's in einem Alter wo der eigentlich lieber ins Freibad geht und irgendwie flirtend geht und Springerbecken irgendwie Quatsch macht muss ja damit sein Bruder, der keine Ahnung von Mathe hat lernen.

00:17:20: also das sind so... Muss ich sagen, der hat schon eine starke Figur in meinem Leben.

00:17:27: Ich hab aber Dadurch dass ich jetzt einen biologischen Vater in meinem Leben dann begegnet bin, also bin ich ja.

00:17:34: Aber ich kann mich halt nicht mehr daran erinnern.

00:17:36: Habe ich aber zum Beispiel nicht so eine Schwierigkeit Gott als Vater zu bezeichnen?

00:17:42: Das muss ich ganz ehrlich sagen.

00:17:43: Also das ist... Wo ich jetzt auch schon Ganz oft auch mal gelesen, hab und so gehört.

00:17:48: Und in einer Radiosendung wo es auch Menschen gibt die sagen ja habe ich totales Problem mit, das kann ja auch total nachvollziehen.

00:17:54: also gerade wenn's Geschichten gibt wo der Vater halt aber auch eine füchterliche Figur war im Innoviter?

00:18:01: Also das ist vielleicht wichtig an der Stelle auch nochmal zu betonen dass das nicht einfach eine Verlängerung dieser Vatervorstellungen oder Erfahrungen ist wenn wir Gott als Vater ansprechen und das bei Gott natürlich jetzt männlich oder weiblich, sondern das ist noch mal größer als das was wir sozusagen in irdischen Kategorien da Vorstellungen haben.

00:18:25: Es ist durchaus auch legitim Gott als Mutter anzusprechen jenseits von Männlich- oder Weiblich sozusagen dazu denken und gleichzeitig hat ja Jesus immer wieder Gleichnisse von Gott als seinem Vater benutzt und ich glaube dass das nicht nur zeitbedingt Weil damals halt die Väter eine besonders große Rolle hatten.

00:18:47: Im Gegenteil, im Judentum war ja eigentlich die Mutter religiös gesehen, die bis heute für die Weitergabe des Glaubens auch steht.

00:18:55: ein jüdisches Kind ist jüdisch wenn die Mutter jüdische ist.

00:18:59: trotzdem hat Jesus das nochmal betont und er hat seinen Vater ja ganz liebevoll also er Gott ganz liebe voll als Abba angeredet was durchaus damals Respektlos gelten konnte er als eine Rennsüberschreitung, so redet man Gott eigentlich nicht an.

00:19:17: Deshalb glaube ich auch dass wir das nicht einfach ersetzen können.

00:19:20: diese Anrede an Gott als Vater zum Beispiel im Vater Unser und das jetzt einfach verändern den Mutter Unser ohne zu verleugnen, dass es Menschen gibt die schwierige Vater Erfahrung haben.

00:19:31: mehr hat letztendlich eine Frau gesagt.

00:19:33: Vielleicht hilft es ja gerade auch sozusagen mit einem anderen Vaterbild, das noch mal heilen zu lassen.

00:19:39: Das ist glaube ich sehr individuell und da muss man vorsichtig sein und gut hinschauen.

00:19:43: Aber das ist durchaus schon sehr bedeutsam für die Botschaft Jesu.

00:19:47: Das Gleichnis von beim herzigen Vater bei Lukas Fünfzehn – das ist so wesentlich für die christliche Spiritualität, dass sich das nicht einfach ersetzen kann.

00:19:57: Wie ist das denn für dich?

00:19:58: Mit dem Vaterbegriff... Ist das für dich...?

00:20:02: Irgendwann mal ein Thema gewesen.

00:20:05: Einen Vater und dann der Vater im Himmel oder hast du das immer gut voneinander trennen können?

00:20:12: Da habe

00:20:13: ich tatsächlich als Kind, als Erwachsener nie so richtig drüber nachdenken müssen da irgendwie Schwierigkeiten gehabt.

00:20:20: für mich hat der Vater in meinem Leiblicher Vater schon eine Bedeutung.

00:20:26: gerade auch die Familie meines Vaters war sehr religiös.

00:20:30: Mein Großvater ist, als er es dann konnte im Alter täglich zur Messe gegangen hat da die Lesung übernommen in so einer kleinen Dorfkirche und mich dann auch mitgenommen.

00:20:40: Ich habe sehr schöne Erinnerungen auch an meine Großmutter väterlicherseits, die mich immer gesegnet hat.

00:20:45: Wenn wir gefahren sind, hat sie ein kleines Kreuzzeichen auf die Stirn gemacht Gott schütze dich!

00:20:50: Das sind sehr tiefe Erfahrungen, die in dieser Welt, in der auch mein Vater glaube ich aufgewachsen ist selbstverständlich bedolzend war.

00:21:01: Wir haben viel diskutiert, seit mein Vater gestorben ist und ich ihn ja auch in den letzten Monaten noch sagen in dieser Demenz, in diesem zunehmenden Fall erlebt habe, ist er mir nochmal näher gekommen auf eine andere Art und Weise?

00:21:16: Wir haben viele gerungen, viele gestritten.

00:21:18: es war nicht so ganz immer einfach mit ihm aber jetzt ist auch ein Stück Dankbarkeit und Versöhnung gewachsen für ihn erzählt für mich zu denen, die mir ja den Weg zum Leben eröffnet haben.

00:21:32: Also erst mal dass er mir das Leben, das leibliche Leben geschenkt hat.

00:21:35: aber es gibt auch andere Menschen Männer auf diesem Weg Auch geistliche übrigens

00:21:42: parter

00:21:43: André Falkner oder irgendwie solche menschen Die mir etwas vom Glauben vermittelt haben wirklich weitergegeben haben und wo ich gerne Sie auch sozusagen zu diesen geistigen Vätern zähle, die schon im Himmel sind.

00:21:58: Und wenn jetzt Menschen zu dir kommen in der Seelsorge?

00:22:01: Hast du da manchmal das Gefühl, dass könnte ich jetzt so eine Nähe... Das könnte schon nah an so einer väterlichen Verantwortung wie du sie wahrnimmst bei deinen Freunden und bei mir.

00:22:14: Könnte so einer väterlichen Verantwortung schon nah sein?

00:22:17: Ja, in einem erwachsenen Sinn versuche ich das.

00:22:21: Ich bin ja auch mit Erwachsenen unterwegs und gerade im Blick auf Taufe, Aufaufnahme in die Kirche, auf Firmung sind es Menschen wo ich schon das Gefühl habe da wächst die Kirchen?

00:22:34: Da ist etwas Neues was der kirche geschenkt wird und ich kann dabei einen Dienst leisten.

00:22:41: Da habe ich jetzt noch nie so drüber nachgedacht, da hab' ich noch nicht so formuliert.

00:22:44: Aber sozusagen Mutterkirche ja und du stehst dabei... So stelle ich mir das vor in Kreissaal, du stehst dabei und staunst!

00:22:51: So geht es mir manchmal bei den Taufen.

00:22:53: Ich stehe dabei und Staune Und gleichzeitig braucht es diese Rolle des Zeugen auch des Gegenüber der sagt Kann sie mal was bei ihnen gerade passiert ist?

00:23:03: Das ist doch wunderbar.

00:23:04: Ja dass auch deutlich zu machen anderen Menschen zu helfen da ins Leben zu finden, so krates nannte das diese Mäheutik ja.

00:23:12: Diese Hebammenkunst, das Philosophen und ich würde sagen auch des Begleiters irgendwie manchmal die richtige Frage zu stellen, die jemandem einen Haarmoment eröffnet oder so.

00:23:24: In diesem Sinne schon!

00:23:27: Und es gibt auch Leute wo ich mal nachfrage, wo ich einmal anrufe und sage wie geht's ihnen?

00:23:32: Weil ich das Gefühl habe irgendwie da wär mal gut aber das ist sehr selten.

00:23:36: Also im Grunde ist das ja mit einer großen Freiheit und was Gott der Vater mit ihnen vorhat, weiß ich auch nicht.

00:23:42: Aber tatsächlich gibt es so Momente wo ich das Gefühl habe Ja da ist etwas Neues zum Leben gekommen.

00:23:50: Es gibt ja Menschen die keine Kinder bekommen können leider immer mehr oder nicht bekommen wollen.

00:23:56: Ich weiß es gar nicht.

00:23:57: Familie hatte lange Zeit einen ganz großen Stellenwert in Umfragen von Jugendlichen Stand Familie Ehe und Familie stand immer ganz oben an.

00:24:06: Jetzt hat Papst Leo gesagt, Europa.

00:24:08: Wo sind eure Kinder?

00:24:10: Die Kinderzahlen gehen rapide bergab.

00:24:12: viele Familien bekommen.

00:24:14: Viele Ehepaare bekommen keine Kinder mehr.

00:24:17: die Zeit wird schwierig was weiß ich die biologische Uhr man muss erst die Ausbildung und dann den Berufsphase haben bevor man überhaupt und so weiter.

00:24:26: Ich erlebe tatsächlich auch Familien ihr Paare die zu mir kommen und sagen klappt leider nicht wir haben uns das gewünscht.

00:24:33: Und dann zu schauen, wie kann ich trotzdem generativ sein?

00:24:38: Also sozusagen Leben weiterschenken.

00:24:40: In welchen anderen Kontexten kann das auch sein?

00:24:43: Wenn nicht die Ehe Verspreche braucht es die Offenheit für Kinder, die Bereitschaft, Kinder zu zeugen und zu erziehen.

00:24:50: in dieser Welt so... Das ist eine Voraussetzung für die Gültigkeit der Ehe!

00:24:55: Wenn Leute sagen ne Künderpfe kürt mich nicht, dann ist das nach christlichem Verständnis keine gültige Ehe.

00:25:00: wenn ich das ausschließe Wenn jemand keine Kinder bekommen kann aus medizinischen Gründen, aus psychologischem Gründen.

00:25:07: Da gibt es ja ganz viele Dinge dann ist das nochmal was anderes.

00:25:10: Dann kann es vielleicht auch eine andere Art und Weise geben wie ich mich engagiere in der Politik im Verein In der Sorge um weiß ich nicht Kinder dürfen gute Sache keine Ahnung.

00:25:20: Aber diese Bereitschaft nicht nur für sich selber zu leben sondern dass Leben auch weiterzugeben Das ist wirklich ganz am Kern Und da habe ich tatsächlich gerade schon viele Fragen.

00:25:31: Es gibt viele Leute, die ich erlebe, die sie nach dem Lebenssuch des Sehnen... Und gleichzeitig nimmt diese Bereitschaft ab, das Leben weiterzugeben.

00:25:39: Vielleicht auch aus Angst, Aus Ermüdung, Aus Bedrängnis... Da finde ich hat der Papst einen ganz guten Punkt gemacht darauf nochmal deutlich hinzuweisen zu sagen Das ist auch ein Geschenk.

00:25:50: Kinder sind auch ein geschenk nicht nur für die Welt sondern auch Für einen selber um sich selbst weiter zu entwickeln.

00:25:56: Ja es ist eine Art von wo Menschen viel Geld bezahlen für die Persönlichkeitsentwicklung und zum Seminaren gehen.

00:26:03: über drei Tage ist das in der Tat etwas, wo du dir selber begegnest.

00:26:10: In vielen Momenten und weil nirgendwo wirst du so konfrontiert mit der Mischung aus Verantwortung für ein anderes Lebewesen.

00:26:20: Egoismus den jeder irgendwo in sich hat gebe ich hier was ab.

00:26:26: teile ich hier Zeit?

00:26:28: Kann ich das irgendwie zusammenbringen?

00:26:31: Also du musst dann irgendwie auch ein Kompromiss finden.

00:26:35: Kompromisse mit deinem Kind, mit dir... Das ruft ganz viel hervor und auch ganz viel... Du hinterfragst plötzlich Zeit!

00:26:45: Du hinterfrage bei einer schwindenen Zeit für dich als Einzelperson, für euch als Paar weil du da so ein kleines Wesen hast oder mein wegen auch schon älteres, größeres Kind für dich Schnurz.

00:27:00: Hinterfragst du natürlich wie investiere ich meine Zeit?

00:27:04: Weil klar ist, du möchtest natürlich mit den geliebten Wesen, möchteste deine Zeit verbringen.

00:27:08: Das heißt, du möchte es gerne mit deinem Kind die Zeit verbringen und mit deinen Kindern und deiner Frau Und gleichzeitig willst du natürlich auch irgendwie deine Arbeit weiter, deine Arbeit nachgehen.

00:27:18: Ich kann nur für mich sagen meiner Kinderschah, also mit den immer dazukommenden Kindern auch meine Arbeit immer weiter verändert.

00:27:28: Du

00:27:28: hast drei Kinder.

00:27:29: vielleicht kann man sagen?

00:27:30: Genau ich habe drei Kinder ja auch immer noch mit meiner Frau verheiratet, glücklich verheiralte und ich hab meine Arbeit darauf hin auch immer weiter umgestellt.

00:27:39: Also immer reagiert weil ich geschaut habe, verbringe jetzt meine Zeit hier sinnvoll.

00:27:44: Die Zeit die ich zur Verfügung habe fürs Arbeiten ist das eine sinnvolle Arbeit macht die mich dann sozusagen auch wiederum zu einem guten Gegenüber für meine Mitmenschen.

00:27:54: Weil das ist mir wichtig, bevor ich da jetzt ... dann arbeitet die ganze Zeit verrichtet, die mich so unzufrieden macht oder so in eine Schieflage, dass sich das dann sozusagen dann auch schon wieder mit rein trage gegen die Familie.

00:28:05: und auch das ist noch mal dieses Sorgen, Stress, Termindruck.

00:28:12: Und das wird sie jetzt den Kindern auch nicht überstülpen.

00:28:15: Also schaust du ja auch, dass da irgendwie für dich eine Möglichkeit findest damit so klarzukommen, dass mal alles gut und safe ist und der Eindruck da ist?

00:28:24: Das gelingt auch nicht immer logischerweise.

00:28:26: Wie gesagt habe ich ja vorhin auch gesagt die spielt jetzt nicht großartig Theater aber ich schau natürlich auch nicht, vor den Kindern irgendwie alles, wie thematisieren.

00:28:34: So mag er als sein Erwachsene, weil darauf kommen die ja gar nicht klar.

00:28:38: Ich finde sie gekommen jetzt schon auf so einige Dinge gar nicht klare, die uns erwachsenen vielleicht manchmal gar nicht so bewusst sind ob sowohl das was in den Nachrichten passiert als auch dass wir sie irgendwo aufschnappen selbst wenn Sie kein eigenes Handy haben dann gucken sie doch irgendwo auf irgendein Display oder stehen dann mit einem einer S-Bahn und sehen dann da irgendwie die Nachrichten auf diesen großen Screens.

00:29:01: Was auch immer, also ich glaube es prallt sowieso schon immer so viel auf sie ein was ihnen jetzt schon oftmals gar nicht das Gefühl gibt Es ist alles gut und wir sind safe.

00:29:12: Ich weiß noch dass mein Sohn mich sowohl bei Corona gefragt hat Ist das jetzt wird das jetzt für immer so bleiben?

00:29:19: Oder auch beim immer noch andauernden Ukraine Krieg wird das den Krieg der auch uns irgendwann betrifft?

00:29:27: Und das finde ich schon.

00:29:28: Was die Kinder so mitbekommen, genau!

00:29:30: Ich muss an meine kleinen Nichtedenken-Charlotte, wie als Kind nachts oft geschrien hat.

00:29:35: Nachtschreck... Ja plötzlich wenn ich bei denen zu Besuch war schrie die Nachts aber wie am Spieß und liess sich nicht.

00:29:44: Wecken.

00:29:46: Und auch nicht trösten und so weiter, ja?

00:29:47: Also mein Schwager hat dann irgendwann herausgefunden dass klassische Musik hilft und dann hatte er sie auf dem Arm dann irgendwie da durchs Wohnzimmer getragen und wir Waldi angemacht.

00:29:56: keine Ahnung aber es war furchtbar und das war jede Nacht und das haben die jede Nacht so irgendwie erlebt.

00:30:01: meine Schwester sagte mir dann irgendwie Ja wenn keine Kita ist Wenn Ferien sind Dann Ist Es Nicht So.

00:30:07: Wo ich mir denke, wow

00:30:09: was macht das Kind?

00:30:10: Ja aber wer weiß was alles ist keine Ahnung.

00:30:13: Aber was Kinder so alles irgendwie auch verarbeiten müssen und nachts dann vielleicht auch plötzlich... Also es hat mich schon sehr berührt dass sich da dachte Wow!

00:30:22: Was prasselt heute auf Kinder ein und obwohl sie so behütet sind der kann man sie nicht immer vor allem schützen.

00:30:28: ja Und Sie reden dann ja auch nicht darüber.

00:30:30: also du weißt es ja gar nicht.

00:30:31: meine mittlere Tochter als Corona war sie so um die zehn hilft Und ein Kind, was sowieso schon sehr selbstbewusst und mal so sehr autark.

00:30:41: Auch mit zehn, die wusste schon immer so, was sie will ... Und auf einmal hat die bei uns geschlafen!

00:30:46: Dann hat die sich dann batchen ... Also, die konnte nachts nicht mehr schlafen allein im Zimmer.

00:30:50: Aber es wurde auch nie ausgesprochen.

00:30:52: Sie haben nie gesagt ja das ist diese Corona-Zeit finde ich jetzt irgendwie komisch oder so.

00:30:56: Am Tag hast du gar nichts gemerkt.

00:30:57: Und abends stand sie wieder da.

00:30:59: Und er hat gesagt kann ich hier schlaven?

00:31:02: Das ging dann tatsächlich bestimmt ein Jahr oder so, dass sie bei uns als ein großes Mietchen schon wie bei uns geschlafen haben.

00:31:10: Du hast manchmal gesagt es ist eine große Herausforderung auch in diese Welten miteinander zu verbinden oder immer konfrontiert zu sein.

00:31:19: du kannst ja nicht sagen auch heute machen wir mal Urlaub und die Kinder werden irgendwie weggeschickt.

00:31:23: das gibt's vielleicht auch manchmal aber du bist ja eigentlich sehr viel mit den Menschen noch zusammen da gehts ja auch um Grenz.

00:31:29: Also man muss ja dann irgendwie auch als Vater Grenzen setzen, stelle ich mir vor.

00:31:33: Und Konsequenz sein sagt er oder sagen okay da muss sich auch Ausnahmen machen, Grenzen zulassen.

00:31:42: Das ist ein großes Thema glaube ich.

00:31:44: also wenn ich das heute erlebe.

00:31:46: Ja es ist ein grosses Thema.

00:31:48: Ich tue mich schon auch schwer Grenzen zu setzen aber es gibt so tief in einem Zum Beispiel Gerechtigkeit ist für mich ein ganzes großer Punkt.

00:31:57: Ungerechtigkeit, da reagiere ich ganz allergisch drauf und es ist bei den Kindern auch schon so das haben die schon durch ihre Kindheit jetzt irgendwie so mitbekommen.

00:32:07: dann noch diese Streitigkeiten zwischen den Kindern.

00:32:10: Meine Kinder sind jetzt nun auch schon alle ein bisschen älter, aber es ist immer noch das.

00:32:16: Da können wir uns auch in ganzen Podcasts können wir auch hier eine ganze Folge mitfüllen da dann mal dazwischen zu gehen.

00:32:21: oder was heißt oftmals soll man ja gar nicht dazwingen und wir haben uns auch schon hier und da Beratung geholt.

00:32:26: also so ist es nicht man kriegt auch die abenteuerlichsten tipps.

00:32:31: Das ist ein großes Feld, dieses Erziehen und eine Grenze setzen.

00:32:36: Wo stecke ich die Grenze?

00:32:38: Ich bin froh, dass meine Frau grundsätzlich ein bisschen strenger in den Dingen ist weil sie auch mal sehr ablauforientiert ist, die will die Dinge klar kriegen und dadurch hat sie eine andere Disziplin.

00:32:50: Ich bin da manchmal eher noch so ein bisschen lax.

00:32:54: Das wissen die Kinder natürlich auch, das kriegen sie ja ganz schnell auf die Kette.

00:32:58: Wer ist hier eigentlich für was zuständig?

00:33:00: und wenn es darum geht noch mal ein bisschen länger FIFA zu zocken?

00:33:03: Dann stehen die natürlich bei mir an sagen auch Papa kannst du mal nur eine halbe Stunde aber dann ist er wirklich vorbei.

00:33:08: also diese Dynamik die entsteht ist natürlich auch ne andere Dynamik.

00:33:13: ob Du einen Kind hast oder zwei oder drei oder sogar mehr das ist eine Aber worüber wir noch gar nicht gesprochen haben da habe ich mich die ganze Zeit noch darüber gekrübelt.

00:33:23: Die Kinder kommen auf die Welt und bringen schon was mit.

00:33:27: Und sie haben von Anfang an eine Persönlichkeit, die da ist... ...und das merkst du mit der Geburt!

00:33:36: Also die kommen auf diese Welt und jeder, der Eltern isst, wird das bestätigen können.

00:33:41: Du weißt, klar lernt man die natürlich auch erst kennen wenn sie dann da sind.

00:33:46: aber du hast schon irgendeine Eigenschaft handelt gleich schon dar

00:33:49: Obwohl es dieselben Eltern sind, obwohl sie derselbe Erziehung ist.

00:33:53: Die selben

00:33:53: Erziehungen sind unterschiedlich und die kommen schon gleich mit einer... Obwohl gleiche Backmischung kommt die gleich mit irgendeiner Haltung.

00:34:00: Die erste bei uns hat sich schwer getan überhaupt auf die Welt zu kommen und das war alles ganz fragil.

00:34:07: Und wenn man Sie heute da sieht und die ist lang und die steht immer noch so ein bisschen fragil rum aber die hat eben Als Baby mit der Geburt auf den letzten Metern hat die einmal kurz die Kurve gekriegt und durchgezogen.

00:34:21: Und das ist so der Finisher-Typ, also es mag alles Chaos sein aber am Ende zieht ihr komplett durch und schafft's!

00:34:30: Die erste, die meine Frau Margie sagt hat, steht mit einer Faust.

00:34:34: Also sie kam auf die Welt, die hat gleich alles zusammengeschrien.

00:34:37: Da schossen schon die Tränen raus.

00:34:39: du wusstest vor, die will jetzt, die startet gleich los.

00:34:43: Und beim Dritten war ich ja nicht dabei, weil da musste ich das Auto noch einparken.

00:34:47: Weil ich noch die anderen beiden zur Schule in Kindergarten gefahren habe.

00:34:50: Also da kann nur der Anästhesist was zu sagen.

00:34:54: Aber das finde ich lustig und das haben die bringen sie sozusagen mit in die Familie.

00:34:57: Die tragen das da rein?

00:34:59: Und das Flänzchen, das gießt du ja.

00:35:02: Also dann fütterst du und es wird Zeit verbracht, sondern lernt man sich kennen

00:35:06: usw.,

00:35:07: und da merkt man ah ok so entwickelt sich das jetzt gerade.

00:35:10: und in diese Charakterköpfe haste dann halt zuhause sitzen um den dann Grenzen zu setzen.

00:35:16: Dem beschwingen wollte ich damit nur sagen gibt es da auch gar nicht so ein Patentrezept, das halte ich für sehr kühn.

00:35:21: dazu sagen hey ne das macht man so.

00:35:24: Also du meinst, die Grenzen müssen auch unterschiedlich sein.

00:35:27: Je nach Persönlichkeit, je nach Zeit und Ort und Situation zu sagen was ist jetzt das Richtige?

00:35:32: Und nicht da irgendwie regide einfach so machen wir

00:35:35: das.

00:35:35: Nee, dass man sich schon auf Basiswerte christliche Werte einnimmt.

00:35:41: Das ist für mich selbstverständlich.

00:35:44: aber... Die Feinheiten und so weiter, das kann man gar nicht mit irgendwelchen Erziehungsratgebern oder so lösen.

00:35:51: Also es braucht irgendwie Vorgaben aber dann auch die Freiheit jeweils zu gucken was ist jetzt das Bessere?

00:35:59: ohne dann tausend Sachen rumzudiskutieren.

00:36:01: Also wenn man einige Eltern erlebt im Supermarkt, die an der Kasse da überall ist... Da weiß ich manchmal nicht ob die armen Eltern oder die arme Kinder arbeiten.

00:36:11: Ja!

00:36:12: Ich weiß es auch immer nicht mehr.

00:36:13: Tut das alles mal unfassbar leid?

00:36:14: Ich weiß noch als wir damals den ersten Langstreckenflug gemacht haben und dann ... Wir waren so gebrannt markt schon von einem Flug auf die Kananen Und da hatte schon eines der Kinder die ganze Zeit geschrien.

00:36:25: Die Sache ist, am Anfang siehst du ja noch so alle Milde im Blick.

00:36:30: Aber wenn du dann eine Stunde lang stehst mit deinem schreienden Kind im Flugzeug, dann merkst aber schon dass die auch alle irgendwie keinen Bock darauf haben das da einer die ganze Zeit rumverkirbt wird seinem Kind.

00:36:41: und ich weiß nur, als Sie den ersten Langstreckenflug in die Tür zu sagt meine Frau so jetzt liegt es nicht mehr in unserer Hand.

00:36:48: Jetzt können wir noch hoffen, dass das jetzt hier gut geht.

00:36:51: Es ging der Leidlück gut?

00:36:52: Ich erlebe das ja immer noch ganz oft auf meinen Reisen in den Eltern mit dem Schreien im Kind und so.

00:36:59: Ich habe dann auch mal Mitleid.

00:37:01: Und manchmal ist es halt einfach klar ... Dann denkst du auch als Eltern, ich sage doch mal dein Kind, dass er's damit mal aufhört.

00:37:07: Also wo man dann auch sagt hey, das würde ich mir jetzt... Ich würde das als Vater nicht durchgehen lassen.

00:37:14: Aber das ist schwierig da bei anderen.

00:37:16: Ja, nochmal

00:37:17: vielleicht zu den grundlegenden Werten und Regeln die du angesprochen hast.

00:37:21: Zu den ganz grundlegende Dingen, den Zehen geboten gehört ja auch dieses dritte Gebot Du sollst deine Eltern ehren.

00:37:29: Richtig so!

00:37:30: Das ist für tatsächlich Menschen die Schwierigkeiten haben mit ihren Eltern wo es vielleicht noch Missbrauch irgendwelche Konflikte gab was auch immer ein ganz schwieriges Gebot.

00:37:42: Ich hab das häufiger, dass das angesprochen wird auch in der Weichte.

00:37:46: Und ich weise immer darauf hin, dass da nicht steht, du sollst deine Eltern lieben, sondern du solltest sie ehren und Ehren meint einfach nur mal eine grundlegende Form von Respekt.

00:37:57: Genau!

00:37:58: Wenn die Beziehung zu den Eltern nicht gut ist dann kann das ein Gebet sein, dass sie besser wird und man kann selber etwas dafür tun.

00:38:04: aber es ist nicht unbedingt gegeben, dass immer die Eltern-Kindbeziehungen gerade auch wenn Alter und wenn es so sagen dass das immer gut ist, aber eine grundlegende Form von Respekt gegenüber den eigenen Eltern.

00:38:17: Ist tatsächlich für die Bibel sehr grundlegend.

00:38:19: oder gibt es auch keine Ausnahme?

00:38:20: in Gegenteil?

00:38:21: Das ist das einzige Gebot was eine Begründung mit hat.

00:38:25: bei den anderen zehn geboten Weisungen für das Leben wird es einfach immer so hingesetzt du sollst nicht morden, du solltest nicht stehlen da gibts gar keine Diskussion.

00:38:33: ja das ist selbstverständlich.

00:38:35: Bei dem Gebot Du sollst deine Eltern Ehren wird eine BeGründung Mitgegeben damit du lange lebst.

00:38:41: Also das hat tatsächlich etwas, was das eigene Leben auch noch mal reich und irgendwie nicht nur reich sondern überhaupt wo ganz viel Energie herkommt.

00:38:52: Wenn ich zu meinen eigenen Eltern, meinem Vater oder meiner Mutter ein respektvolles Verhältnis habe und auch vergeben kann, Vergebung erfahre, Versöhnung erlebe... Das ist etwas was uns viel Energie und Leben schenkt!

00:39:09: Und

00:39:09: da glaube ich manchmal bei aller Sturheit und irgendwie Gerechtigkeitssinn.

00:39:15: Wie viele reden nicht mehr mit ihren Eltern?

00:39:17: Also so, da habe ich den Kontakt abgebrochen oder so.

00:39:20: Das ist glaube ich etwas womit man sich selbst beschwert also das dieses Gebot in den Weisungen Israels.

00:39:26: Das is schon von großer Bedeutung.

00:39:28: deshalb war es mir auch so wichtig dass wir heute noch mal darüber sprechen über dieses Thema.

00:39:32: Vater sein und einen Vater haben.

00:39:35: Das hat ja damit auch zu tun.

00:39:38: Ich kenne viele, die genau diese Problematik haben.

00:39:41: Wo das Verhältnis auch sich auf so ein Minimum reduziert hat?

00:39:46: Das hat dann noch vielleicht den Stempel-Respekt.

00:39:51: Aber es geht nicht weiter darüber hinaus.

00:39:53: Es ist sozusagen ... ich will auch nicht sagen, dass es nur in Burgfrieden ist aber es ist sozusagen, dass die Akte eigentlich erledigt und man weiß voneinander Man schickt sich noch eine Karte oder einen Anruf und darauf hat sich das reduziert.

00:40:08: Ich glaube, dass meint die Bibel aber nicht.

00:40:10: Das ist schon ein bisschen mehr gewünscht bei dem Respekt.

00:40:16: Es gibt so viele, die noch drunter leiden unter dem schlechten Verhältnis.

00:40:20: Die überhaupt leiden Unter ihren Eltern, obwohl sie so alt sind wie du und ich.

00:40:27: Dadurch, dass der Vater mal wegen so eine starke Figur war oder auch so einen hohen Anspruch an den Tag gelegt hat.

00:40:34: Dass sie immer noch unter dem Anspruch leiden, auch wenn der Vater gar nicht mehr in der Lage ist das noch über großartig zu äußern aber allein durch die reine Existenz, dass er noch da ist, rennen die immer noch und rennen und renn.

00:40:47: Und jemand hat mal zu mir gesagt du bist erst richtig frei, wenn deine Eltern gar nicht leben weil du dann nicht mehr irgendwie dieses Thema.

00:40:57: Ist das jetzt noch geheilt?

00:40:59: oder ist dieser Respekt denn da?

00:41:01: Hab ich diesen Respekt, wenn du dieses Thema für dich gar nicht mehr bewegst.

00:41:06: Und auf einer Seite wäre für mich der Gedanke ganz füchterlich weil es gibt auch noch so viele Momente wo ich jetzt denke mit meiner Mutter die möchte ich verbringen und dann möchte ich auch noch ganz viel hören und auch ganz viel erleben weil in der Flüchtigkeit dieser Zeit Wenn du selber dann Familie hast oder dann auch ja im Leben so weiter gehst, da bleibt zu viel auf der Strecke.

00:41:29: So viel ist was nicht mehr wo man wenn du nicht irgendwie regelmäßig mit deinen Eltern im Austausch bist wollte gar nicht in der gleichen Stadt wohnt Wo so vieles einfach irgendwo hängen bleibt und das wäre so wichtig, noch zu erfahren.

00:41:42: Die Eltern haben die Erinnerungen ja?

00:41:44: Ja.

00:41:44: Und sie sind auch nicht aufgeschrieben.

00:41:46: also meine Schwester hat an meinem Vater irgendwann ein Buch geschenkt schreibt doch mal auf usw.

00:41:51: Das hat er nicht mehr gemacht.

00:41:52: Da haben wir schon einmal drüber gesprochen.

00:41:53: diese Folgeerinnerung ist mir auch ganz wertvoll und ich glaube Eltern stehen für diese Erinnerungen, die man miteinander teilen kann.

00:42:01: genau Ein Gedanken, den ich jetzt mitnehme aus unserem Podcast hier ist dass man Vater sein nicht fordern kann sondern höchstens werden kann.

00:42:10: Jesus sagt lasst euch nicht Vater nennen, sondern seid Geschwister miteinander.

00:42:15: aber es kann sein das Menschen mir zum Vater werden auf diesem Weg.

00:42:20: Aber das ist ein Geschenk

00:42:22: und

00:42:22: das lässt man sich nicht einfach durch Autorität, die man macht sondern Autoritet ist etwas was wachsen lässt, was anderen auch zugesprochen wird.

00:42:31: Vielen Dank für diese Folge!

00:42:33: Das war sehr schön.

00:42:33: Danke für deine Erfahrungen als Vater.

00:42:36: Ich danke dir.

00:42:36: Wer das Buch kaufen möchte zwischen Reims schneiden die Show Notes.

00:42:40: Wachen wir

00:42:41: alles Gute.

00:42:42: Tschau.

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